The way to pump

Pumpenantrag abgelehnt! Widerspruch einlegen

Anfang des Jahres ging mein zweiter Pumpenantrag zur Krankenkasse. Der erste Antrag wurde ja leider zuvor abgelehnt, weil meine Diafee einen kleinen Fehler gemacht hat und keinen Antrag sondern eine Pumpenerprobung eingereicht hat. Aber auch der zweite Antrag wurde Ende Januar abgelehnt.

„Der MDK nimmt Bezug auf das Gutachten vom 05. Oktober 2016. Die Ausführungen wurden Ihnen mit Bescheid vom 10. Oktober 2016 übersandt. Leider wurden zum vorliegenden Antrag die Ausführungen und Empfehlungen des MDK nicht berücksichtigt bzw. die benötigten Unterlagen nicht eingereicht. Aus diesen Gründen ist eine Kostenübernahme durch die IKK classic nicht möglich.”

Natürlich sind die benötigten Unterlagen nicht eingereicht worden. Seit Anfang des Jahres hat sich das Verfahren eines Pumpenantrages nämlich etwas geändert. Zuvor gingen alle Unterlagen zur Krankenkasse. Jetzt ist es aber so, dass ausschließlich der Antrag zur Krankenkasse geht. Die Krankenkasse kann dann entscheiden ob sie den Antrag direkt zulässt, oder den MDK zur medizinischen Begutachtung damit beauftragt. Geht der Antrag zum MDK weiter, ist dieser dafür zuständig sich die Unterlagen anzufordern.

Wie lege ich Widerspruch ein?

Mit dem Eingang des Ablehnungsschreiben der Krankenkasse hat man 4 Wochen Zeit Widerspruch einzulegen. In dem Schreiben findet man auch meistens direkt die Adresse an die der Widerspruch gesendet werden muss. Empfehlenswert ist natürlich ihn per Einschreiben zu verschicken, einfach um sicher zu sein, dass er auch innerhalb der Frist an kommt. Der Widerspruch muss also schriftlich erfolgen und handschriftlich unterschrieben werden. Er muss die persönlichen Daten beinhalten, die Versicherungs- und am besten noch die Vorgangsnummer, die genaue Nennung des Bescheids und es muss unmissverständlich aus dem Schreiben hervor gehen, dass es sich um einen Widerspruch handelt.

Mein Widerspruch

Widerspruch gegen den Bescheid vom 24.01.2017

Versicherungsnummer: xxx

Vorgangsnummer: xxx


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich fristwahrend Widerspruch gegen den von Ihnen am 24.01.2017 erlassenen Bescheid zur Ablehnung des Antrags auf Übernahme der Kosten einer Insulinpumpe ein.

Der MDK hat am 20.01.2017 ein Gutachten erstellt, indem die Empfehlung ausgesprochen wird, dass die Kosten einer Insulinpumpentherapie nicht zu übernehmen seien. Diese Entscheidung wurde trotz mangelnder Informationslage getroffen, da der MDK nicht seiner Pflicht nachgekommen ist die benötigten Unterlagen vom behandelnden diabetologischen Facharzt einzuholen. Somit gab es keine sachliche Grundlage auf dessen Basis der MDK hätte eine Entscheidung treffen können. Laut der getroffenen neuen gesetzlichen Regelung ab 01.2017 die im § 276 SGB V festgehalten ist, dürfen keine medizinischen Unterlagen zur Krankenkasse geschickt werden, weshalb der MDK zur Beurteilung gemäß der Einhaltung des Datenschutzes die entsprechenden Unterlagen bei den entsprechenden Fachärzten einholen muss.

Aufgrund dessen bitte ich um erneute Prüfung meines Antrags auf Kostenübernehme einer Insulinpumpentherapie und Einhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen Verfahrens.

Ich bitte Sie um eine Bestätigung über den Eingang dieses Widerspruches.

Mit freundlichen Grüßen, 

(handschriftliche Unterschrift)

Bestätigung des Widerspruches

Am 10. Februar erhielt ich nicht nur die Bestätigung des Einganges sondern auch direkt die Information, dass mein Antrag zur erneuten Prüfung zum MDK weiter geleitet worden ist. Jetzt heißt es also wieder warten und hoffen und jeden Tag der 5 Wochen zählen, indem die Antwort eintrudeln wird.

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