Feelings Freestyle Libre

Sie hat das Freestyle Libre

Als vollkommender Spätzünder komme ich nun auch in das Vergnügen des Nutzens von dem Freestyle Libre und ich muss zugeben, ich hab mich verliebret. Prinzipiell ist es ja auch schmeichelnd die Gewebeglucose zu scannen, anstatt den Blutzucker anhand eines Blutstropfens zu messen. Es geht einfacher, schneller, bewirkt weniger Aufmerksamkeit und schafft eine schöne Übersicht der Glucosekurve. Nachteil ist wohl eher der Kostenaufwand und / oder die Auseinandersetzung mit der Krankenkasse zur Kostenübernahme. Für mein Starter Paket habe ich jetzt 169,90 Euro bezahlt – Lesegerät und zwei Sensoren, jeder weiterer Sensor kostet dann 59,90 Euro und hält vorraussichtlich 14 Tage.

All diese Informationen gibt es natürlich auf der Internetseite: www.freestylelibre.de und die neusten Informationen über das Freestyle Libre oder viel mehr über die App „LibreLink“, die uns im Laufe 2016 erwartet, hat Sascha von Sugartwearks hier zusammen gefasst.

Ich wollte mit diesem Beitrag nämlich nicht auf die objektiven Werte eingehen, sondern hinterfragen: „Wie fühle ich mich mit dem Freestyle Libre, welche Auswirkungen hat es auf mich und meinen Alltag und wie akzeptiere ich einen Gegenstand der sich kontinuierlich an meinem Körper befindet?“

Letzteres ist der Grund, warum ich nie eine Pumpe haben wollte, mittlerweile reizt es mich, aber ich bleibe immer noch von Herzen gern‘ bei meinen Pens. Vielleicht wird sich das ändern, wenn mein Tresibavorrat, den ich angelegt habe, aufgebraucht ist, aber bis dahin ist auf jeden Fall noch einige Zeit. Und jetzt? Jetzt habe ich mich doch dazu entschieden einen kleinen Gegenstand kontinuierlich am Oberarm zu tragen. Aber ich kann das endkräftigen: Der Sensor ist ganz klein (Höhe: 5mm, Durchmesser: 35mm) und daran befindet sich kein Schlauch oder ähnliches. Davon ab, meine Akzeptanzproblematik mache ich ja auch nicht zum Geheimnis und irgendwie erhoffe ich mir durch das Freestyle Libre eine Besserung. Klar in erster Linie eine Verbesserung meines HbA1c, aber auch eine allgemeine Verbesserung meines Umgangs mit dem Diabetes. Etwas was ich natürlich nicht so gerne preis gebe ist: Nachdem ich von dem gesunkenen HbA1c berichtet habe, war der Nächste wieder über 9% und wer würde da nicht auch für die Gesundheit einen kleinen Sensor tragen?

Aber mal sehen, wie lange ich mich noch da oben mit den Prozentzahlen herum treibe, zu mindestens bin ich sehr optimistisch und das möchte ich auch sein, so lange bis ich es geschafft habe.

Momentan messe, oder scanne ich regelmäßig, obwohl ich bei Schwankungen natürlich auch messe. Gerade jetzt bei meiner Erkältung gleicht meine Glucosekurve einer Achterbahnfahrt, auch wenn es merkwürdig klingt, momentan habe ich wirklich Spaß daran, an so Kleinigkeiten zu arbeiten, wie den Spritz-Ess-Abstand zu optimieren. Es hat auf jeden Fall eine motivationsfördernde Wirkung.

Wie es sich anfühlt? Das Setzten des Sensors tat auf jeden Fall nicht weh. Es ist wirklich angenehmer, als sich mehrmals täglich in den Finger zu pieksen und ich empfinde es auch nicht als Störfaktor, bzw. ist es mir nicht 24/7 bewusst, dass sich dort ein Fremdkörper an meinem Arm befindet und hinsichtlich des Pflasters, bin ich nach 5 Tagen ehrlich zufrieden. Es hält bombenfest – mal sehen, wann erste Hilfsmittel her müssen.

Im Alltag? Im Alltag empfinde ich das Freestyle Libre einfach nur erleichternd und ich war letztens wirklich überrascht, als ich bei dem Diabetiker Stammtisch Treffen war und die Freestyle Libre Lesegeräte dort genau so auf dem Tisch lagen wie die Smartphones. Na klar,  dass ist doch selbstverständlich. Ach so, dass ist selbstverständlich? Mein IPhone gehört natürlich zu mir und deswegen darf es auch auf dem Tisch liegen, ich habe keinen Grund es zu verstecken. Mein Test- oder Lesegerät würde ich eigentlich niemals offensichtlich auf dem Tisch liegen lassen, aber eigentlich gehören doch auch diese Geräte, sowie auch der Diabetes zu mir, oder? Ich weiß nicht, ob der Gedankengang nachvollziehbar ist, aber am Samstagabend habe ich mich situativ genau damit auseinander gesetzt. Wir waren mit Freunden in einer Bar und nach dem ersten Scannen, habe ich das Lesegerät wieder in die Jackentasche gesteckt – keiner hatte etwas gemerkt, aber sofort hab ich mir selbst den Vorwurf gemacht „Warum versteckst du das, was zu dir gehört?“ und dabei hatte ich noch nie Probleme mit dem Diabetes offensiv umzugehen, oder mir war es bislang nicht wirklich bewusst. Beim zweiten Scannen habe ich also mein Lesegerät bewusst auf dem Tisch, neben meinem IPhone liegen gelassen. Symbolisch war das also so gemeint, dass der Diabetes genau so zu mir gehört  wie mein Smartphone und es ging mir sogar ziemlich gut dabei. All das führte dazu, dass ein Freund sich das Lesegerät schnappte und es an seinem Arm hielt, mein Freund und ich mussten schmunzeln – da musste also ein wenig Aufklärung her!:)

Letztendlich verliefen die letzten Tage nur positiv, nicht nur die objektiven Werte des Freestye Libres, sondern auch die Gedankengänge, oder Verhaltensweisen, die mir zuvor einfach nicht bewusst waren. Ich hab mich also ein bisschen verliebret – ganz liebre Grüße und einen guten Start in die Woche.

4 Comments

4 Comments

  • Steffi

    Glückwunsch – da hast du einen tollen neuen Begleiter! Die motivationsfördernde Wirkung kann ich auf jeden Fall bestätigen! Hoffentlich hast du lange was davon und erzielst damit die Erfolge, die du dir wünschst! :)

    • Sassi

      Hey, dankeschön!
      Ich freu mich auf jeden Fall auf meine zukünftigen, süßen Accessoires, die mein Libre aufhübschen ♥ Danke dir dafür! :)

  • Tania Sanchez

    „Totalmente de acuerdo, muy acertado el artculo, enhorabuena“

Leave a Reply

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen