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10 Jahre Diabetes!

Vor 10 Jahren war der Tag meiner Diagnose. Ich war zurück aus dem Spanien Urlaub und hatte unzählige Kilos verloren. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wie viel ich getrunken habe. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu trinken. Meine Mama schleppte mich also zum Hausarzt. Sie hatte den Verdacht, dass ich mir in Spanien irgendwas eingefangen habe. Schließlich stand aber nach dem Blutzuckertest fest, dass ich Diabetes Typ 1 habe. 10 Jahre lebe ich nun mit Diabetes und die meiste Zeit davon war ich eher schlecht eingestellt, habe diese Krankheit ignoriert und erst seit ein paar Jahren, lasse ich den Diabetes teil meines Lebens sein.

Jetzt feiere ich: 10 Jahre mit Diabetes!

Feiern in dem Sinne, weil ich mich glücklich schätzen kann, immer noch zu leben. In manchen Ländern ist Diabetes bis heute noch eine tödliche Diagnose, die keiner hören möchte und ich habe die Möglichkeit, mit Diabetes zu leben. Ich feiere nicht mit Kaffee und Kuchen oder einer Flasche Sekt meinen Diagnosetag, aber dennoch werde ich diesen Tag niemals vergessen und jedes Jahr erneut wird mir bewusst, welche Auswirkung die Diagnose auf mein Leben hatte.

10 Jahre Diabetes

Diabetes prägt…

Mein Diabetes definiert mich nicht, aber er prägt mich. All die Erfahrungen die ich seit dem gemacht habe, die Phasen die ich durchlaufen musste, die Momente, wo ich den Diabetes am liebsten los werden wollte. All das habe nur ich erfahren und sind meine Erinnerungen mit und vor allem wegen dem Diabetes. Immer wieder frage ich mich, wie mein Leben gelaufen wäre, wenn ich kein Diabetes hätte. Wenn ich mich nicht jahrelang ausgeschlossen gefühlt oder wegen einer Ketoazidose drei Tage im Koma lag und fast gestorben wäre. Und auch wenn ich darauf niemals eine Antwort bekomme, liegt wohl die Stärke darin, über diese Fragen hinwegzusehen und das Beste aus dem Leben mit Diabetes zu machen.

Bin ich jetzt glücklich mit Diabetes?

Ja, weil ich endlich akzeptiere wer ich bin und jeden Tag versuche das Beste daraus zu machen. Es gibt viel mehr als nur den Diabetes und der wichtigste Schritt dabei war, den Diabetes überhaupt zu akzeptieren, um all das Schöne drum herum zu erkennen. Mittlerweile kann ich dem Diabetes sogar mehr Positives zuschreiben, als ich jemals geglaubt hätte. Vor allem die Freundschaften die seither entstanden sind – Freunde die mir wirklich ans Herz gewachsen sind, sind Gold wert. Außerdem hat mich der Diabetes zur Bloggerin gemacht. Mit einer der wichtigsten Entscheidungen, die mir geholfen haben, das Diabetesleben so zu nehmen, wie es ist. Ich schreibe nicht mehr nur für mich allein in mein Tagebuch, sondern kann andere Menschen erreichen, inspirieren und immer wieder auch helfen.

10 glückliche Jahre mit Diabets

(Übrigens in den Ballons spiegeln sich Michelle, Joelina und Andy – meine liebsten Typ F’ler ♥)

Das Leben ist zu kurz, um sich vom Diabetes aufhalten zu lassen

Bisschen Rosa und Glitzer drauf und das Leben genießen ist die beste Variante, die man wählen kann. Deswegen feiere ich heute 10 Jahre Diabetes. 10 Jahre die mich ausmachen, geprägt haben, die mir Freunde und Erlebnisse geschenkt und dadurch, dass ich überhaupt leben darf, glücklich gemacht haben.

Was schätzt ihr an eurem Diabetes?

 

2 Comments

2 Comments

  • Sabrina

    Hallo liebe Saskia,

    Erstmal großes Lob an dich: vor ein paar Wochen habe ich deinen Blog entdeckt und bin begeistert davon, wie du deine Artikel schreibst. Vor allem, weil ich mich total wieder erkenne. Zweites Lob geht an dein Durchhaltevermögen. Es kostet so viel Energie sich jeden Tag, immer und immer wieder zu motivieren. Du machst das Klasse!
    Ich feiere nächsten Januar schon 20 Jahre Diabetes. Ich war grade 7 geworden, als bei mir der Diabetes festgestellt worden ist und kann mich auch kaum an etwas erinnern, außer an den wahnsinnigen Durst! Als ich älter wurde hab ich mich auch null um meinen Diabetes und mich gekümmert. Aber bei mir kam vor ein paar Jahren auch der Knackpunkt. Seit dem geht es mir besser, auch wenn man Tiefschläge einstecken muss, aber das brauche ich dir ja nicht zu erzählen :)
    Mit der Zeit merkt man: Man ist selber für sich verantwortlich, jedoch sind die Menschen, die einen immer wieder unterstützen,mitleiden und sich über jeden guten wert mit freuen, einfach die größten Schätze! Das schätze ich an meinem Diabetes!
    Schlag dich die nächstes 10 Jahre weiter so tapfer!

    • Sassi

      Hey Sabrina,
      vielen Dank für deine Worte ♥
      20 Jahre ist schon eine lange Zeit und dabei finde ich schon meine 10 Jahre überwältigend. Tag ein, Tag aus beschäftigen wir uns mit unserem Diabetes, ohne Urlaub, ohne Pause und wenn wir uns die dann doch mal nehmen und alles ignorieren, fällt es auf uns selbst zurück. Irgendwie müssen wir uns jeden Tag motivieren und du hast Recht, die Typ F’ler, die alle Höhen und Tiefen miterleben, sind echt die beste Stütze, um alles zu meistern :)

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