Diabetes

Diabetes Typ 1

Diabetes Typ 1 ist eine autoimmune Stoffwechselerkrankung, beruhend auf dem vollständigen Insulinmangel, nach Zerstörung der körpereigenen, insulinproduzierenden Betazellen.

PATHOPHYSIOLOGIE:

Es kommt zu einer Immunreaktion wobei sich T-Lymphozyten und Antikörper der spezifischen Immunabwehr gegen die körpereigenen Betazellen richten und die Struktur zerstören. Daraus resultiert der komplette Insulinmangel.

URSACHE:

Das Zusammenwirken von einer erblichen Disposition, Umweltfaktoren (z.B.: Virusinfektionen) und die Fehlsteuerung des Immunsystems führen zur Entwicklung eines Typ 1 Diabetes, welcher sich meist bei Kindern im Alter zwischen 11 – 13 Jahren und in den Herbst- und Wintermonaten manifestiert.

SYMPTOME BEI DIAGNOSE:

Polyurie – häufiges Wasserlassen

Polydipsie – erhöhte Flüssigkeitszufuhr auf 4 – 5 Liter tägl.

allgemeine Gewichtsabnahme

trockene, gereizte Haut

Leistungs- und Konzentrationsschwäche, ausgeprägte Abgeschlagenheit und Müdigkeit

Ketoazidose, ketoazidotisches Koma

DIAGNOSTIK:

Bei eindeutiger Anamnese bedarf es zur sicheren Diagnosestellung meist nur den Blutzuckertest, eine Bestimmung des Azetons im Urin und Laborwerte, wie zum Beispiel der HbA1c.

THERAPIE:

Da die eigene Insulinausschüttung gehemmt ist und die physiologische Blutzuckerregulierung dadurch gestört, ist das Ziel der Diabetestherapie die optimale Blutzuckereinstellung durch die Substitution von Insulin in das subkutane Fettgewebe.

Therapieformen:

ICT (Intensivierte conventionelle Therapie) Typ 1/ Typ 2

CT (Conventionelle Therapie): Misch- und Kombiinsuline, nur 1-3x tägl. Typ 2

SIT (Sublementäre Therapie): Basalinsulin + feste IE (Insulineinheiten) zu den Mahlzeiten Typ 2

BOT (Basal-Orale-Therapie): Basalinsulin + orale Antidiabetika Typ 2

CSII (Continuierliche subkutane Insulininfusion): Insulinpumpe Typ 1

 

Symptome
Unterzuckerung: Hypo

allgemeine Schwäche und Schwindelgefühl

Zittern, Muskelschwäche bis hin zu Krampfanfällen

Herzklopfen und Herzrasen (Tachykardie)

Blässe und Kaltschweißigkeit

Heißhunger

Verwirrtheit / Benommenheit

Sprach- und Sehstörungen

Parästhesien

Überzuckerung: Hyper

Leistungsschwäche / Konzentrationsverlust

erhöhtes Durstgefühl

vermehrte Toilettengänge

Mundtrockenheit / trockene Schleimhäute

Dehydration

 

Verhalten bei einer Hypo

Sobald der Blutzucker zu niedrig ist, sollte man sofort Kohlenhydrate zu sich nehmen. Am besten schnellwirkende Kohlenhydrate, also Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (Traubenzucker, alle Produkte mit Einfach-Zucker). Zusätzlich sollte man auch langsam wirkende Kohlenhydrate zu sich nehmen, um den Blutzucker stabil zu halten.

Bewusstseinslage?

Besonders als Krankenschwester oder allgemein in der Pflege ist es wichtig, die Bewusstseinslage des Patienten zu beachten. Oder auch wenn Angehörige bei einer Unterzuckerung helfen wollen ist es sehr relevant, dass der Betroffene auch noch körperlich dazu in der Lage ist, Nahrung zu sich zu nehmen. Es kann durchaus dazu kommen, dass derjenige zu benommen oder bewusstlos ist. In diesem Fall gilt es sofort die Rettung (112) zu rufen. Manchmal ist auch ein Hypo-Kit in der Nähe, womit Angehörige auf jeden Fall vertraut sein sollten. Ein HypoKit ist eine Notfallspritze, die in der akuten Situation mit Glucagon aufgezogen und, noch bevor der Rettungswagen vor Ort ist, gespritzt werden soll. Und weil es dabei schnell gehen muss, ist es überhaupt nicht schlimm wenn die Injektion durch die Jeans geht – Hauptsache drin!

Glucagon ist kein Zucker, sondern nur das Hormon, was für die Ausschüttung von Zucker aus der Leber sorgt.

 

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