Diabetes

Basalinsulin Tresiba ®

31.03.2015

Edit: Der Vertrieb von Tresiba ist in Deutschland eingestellt worden.

Das Basalinsulin Tresiba (Insulin degludec) begleitet mich mittlerweile seit fast einem Jahr und da es mich vor einer Pumpe bewahrt hat, hat es eine große Bedeutung für mich. Doch immer wieder lese ich Fragen zu dem neuen Insulin und dementsprechend auch viele Kommentare, die nicht der Wahrheit entsprechen. Deshalb möchte ich das Thema nochmal aufgreifen und das Wichtigste, ohne Hieroglyphen, zusammenfassen.

Was ist Tresiba?

Das Tresiba ist eigentlich auch ein ganz normales Basalinsulin, doch unterscheidet es sich enorm in der Wirkungskurve. Das Tresiba braucht von der ersten Injektion an ein paar Tage um den passenden Spiegel aufzubauen. Anschließend hat sich sozusagen eine Tresiba-Kette gebildet, die regelmäßig ein Molekül in den Kreislauf abgibt. Bei der richtigen Dosierung ist die Wirkungskurve also sehr konstant, ohne Spitzen und Löcher. Deswegen ist es auch nicht dramatisch, wenn man das Tresiba eine Stunde später als am Vortag spritzt. Der Spiegel ist ja nicht sofort weg, sondern wird aufgefüllt.

Macht Tresiba dick?

Wenn Sie Ihr Arzneimittel zum ersten Mal anwenden, lagert Ihr Körper möglicherweise ungewöhnlich viel Wasser ein. Dies verursacht Schwellungen an den Knöcheln und anderen Gelenken. Normalerweise klingen diese bald ab. (Zitat aus dem Beipackzettel von Tresiba ®, Insulin degludec)

Im ersten Moment ein Schock. Meine Waage zeigte mir 5kg mehr Körpergewicht an. Doch diese verschwanden innerhalb von ungefähr 2 Monaten wieder und ich muss zugeben, äußerlich hat man es mir nicht angesehen. Ich habe es lediglich auf der Waage und an meinen Sockenbündchen festgestellt. Und da ich durch das Tresiba eine fast sofortige Besserung meiner Werte und auch Motivation bemerkte, habe ich diese Nebenwirkung als ein Klacks empfunden und im Endeffekt war es schneller vorbei, als wahrgenommen.

Das Tolle am Tresiba

Für mich wohl der größte Vorteil ist, dass das Insulin nur 1x täglich injiziert werden muss. Das bedeutet, dass ich meine “Tresiba-Kette” alle 24 Stunden auffülle und dabei kommt es auf ein paar Stunden nicht an. Wenn ich also am Wochenende etwas länger im Bett bleibe, macht das meinem Wert gar nichts. Aus diesem Grund habe ich mich dafür entschieden, dass Tresiba morgens zu nehmen. Denn jeden morgen nach dem Aufstehen, stolpere ich ins Badezimmer. Sei es nun um 4:30 Uhr weil ich zum Frühdienst muss, oder um 6:30 Uhr weil ein Schultag ansteht. Die Flexibilität liegt da ganz auf meiner Seite.

Meine Erinnerungsbrücke

Jeden morgen spritze ich 25iE aufgeteilt auf beide Oberschenkel und irgendwann haben sich bei mir Tage eingeschlichen, wo ich mir nicht mehr so sicher war, ob ich nun das Tresiba gespritzt habe oder nicht. Deswegen ist der Pen nun in meinem Schminkglas im Badezimmer unter gekommen. Da ich mir (fast) jeden morgen die Wimpern schminke, nehme ich erst die Wimperntusche in die Hand, wenn das Tresiba injiziert ist. Eselsbrücke eben. Wirkt bei mir Wunder. Habt ihr auch solche Erinnerungsbrücken?

  • Reply
    Lina
    24.07.2016 at 20:56

    Benutzt du DAS tresiba noch ??
    Falls nicht man bekommt die noch aus Österreich bekomme es von der Tk Krankenkasse erstattet.
    Bin auch sehr zufrieden damit danke für den tollen Beitrag

    • Sassi
      24.07.2016 at 22:54

      Hallo Lina,
      leider nehme ich das Tresiba mittlerweile nicht mehr. Ich wurde auf Toujeo umgestellt und jetzt wieder auf Levemir. Ich hoffe zukünftig einfach nur noch auf eine Pumpe, aber vielen lieben Dank für den Tipp! Ist wirklich super von der TK :)
      Liebe Grüße ♥

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