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Das erste Mal mit Diabetes – eine Blogparade

Humalog Insulinpen Lilly Pen

Lea von Insulea hat gestern eine Blogparade gestartet, inspiriert von dem #dedoc Tweetchat geht es um das Thema „mein erstes Mal mit Diabetes..“ Jeder Diabetiker wird wohl seine eigene Geschichte haben und das Teilen von Erinnerungen und Lesen von anderen Erlebnissen gefällt mir, deswegen mag ich mich gern der Blogparade anschließen und starte mit dem selben Punkt wie Lea:

Das erste Mal Insulin spritzen

Ich war im Krankenhaus, sitzend auf meiner Bettkante, beobachtet von Mama und Diabetesberaterin, hielt ich den grün-gelben Pen von Novonordisk in der Hand, darin eine Ampulle Novorapid, darauf eine 6mm Nadel. Das Spritzen an sich tat nicht besonders weh, letztendlich waren die Einheiten schnell gespritzt. Viel mehr erinnere ich mich an die Frage danach: „Wie lange muss ich das denn jetzt noch machen?“ – „Für immer“. Vielleicht habe ich es in dem Moment realisiert, oder mit meinen 12 Jahren einfach verdrängt, emotional hatte es mich kaum getroffen, eher war es Mama die das Diabetes-Management in die Hand genommen hat und sich damit auseinander setzen musste.

Der erste Urlaub mit Diabetes

Ich bin mir nicht genau sicher, aber ungefähr zwei Jahre nach der Diagnose, mit etwa 14 Jahren ging es mit der Schule zur Skifreizeit nach Südtirol in Italien. Das hieß für mich eine Kombination aus: Diabetes, Snowboarden und Organisation im Umgang mit Insulin, Messgerät und Kälte. Während der Woche hatte mich der zuständige Lehrer genau zwei Mal, an unterschiedlichen Abenden gefragt, ob mit meinem Diabetes alles gut wäre. Ja, ich denke doch, auf der Piste sind wir nämlich in kleinen Gruppen gewesen, teilweise mit, sehr häufig ohne Aufsicht und der Diabetes stand dabei überhaupt nicht im Vordergrund. Und das war auch gut so! Ich kann mich an ein paar Unterzuckerungen erinnern, die ich mit Traubenzucker und schnellen Kohlenhydraten abgedeckt habe, aber letztendlich musste ich mich nur ein Mal in den Mittelpunkt werfen, als wir in der Jugendherberge ankamen und ich mich darum kümmern musste, ein Fach im Kühlschrank für meinen Insulinvorrat zu bekommen. Anschließend war ich wirklich froh, dass ich die Skifreizeit wie jeder anderer Schüler genießen konnte und nicht ständig „genervt“ wurde. Letztendlich lief es sogar so gut, dass ich im folgenden Jahr wieder mit fahren durfte ♥

Mein erstes Insulinexperiment / Überzuckerung

Dabei geht es nicht um meine erste Überzuckerung, sondern wie ich experimentiert habe um meinen Wert wieder zu senken, denn zu dem Thema „Mein erstes Mal überzuckert“ – daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber an Folgendes:

Ich war in der Schule, davon ab dass ich in dieser Zeit fast chronisch überzuckert war und mein Körper sich schon längst an diese hohen Werte gewöhnt hatte, war ich an einem Punkt angekommen, wo es mir so schlecht ging, dass ich Insulin wollte. Pustekuchen! Mein Pen wollte mir keine Einheiten mehr geben, aber da ist doch noch Insulin drin… ? Ich brauchte nur einen Gegenstand, mit dem ich weiter drücken kann, als der Pen es mir ermöglicht und da mein Etui vor mir lag, brauchte ich nicht lange überlegen und hab mir mit meinem selbstgebauten Pen das Insulin gegeben, ganz egal, wie viele Einheiten der letzte Rest da drin sind, Hauptsache Insulin. Anschließend war ich wieder in dem für meinen Körper angenehmen Rahmen der Überzuckerung und konnte zu Hause meine Ampulle wechseln. Ein Experiment, eine Erfahrung, die sich in meinen Erinnerungen rumlüngelt, aber eine Möglichkeit, die ich nur zwei Mal in meinem Leben angewendet und Niemanden empfehlen würde oder in Notsituationen raten würde.

Meine schlimmste Unterzuckerung

Ich hab auch leider keine Erinnerungen mehr, an meine erste Unterzuckerung, aber dafür an meine erste schlimmste Unterzuckerung, zu mindestens war ich in einer Situation, die mich einen Moment lang in Angst und Schrecken versetzt hat. Während meiner schlimmsten Phase, war auch das Wörtchen „HI“ auf meinem Messgerät regelmäßig zu sehen – obwohl ich nicht regelmäßig gemessen habe – aber es hat mich nicht aus der Bahn geworfen, wenn es auf kam. Standartmäßig wurden dann 15 Einheiten gespritzt – danach war gut, oder fühlte sich wieder gut für meinen Körper an. Na an diesem Tag war es anders, ich hatte das Blut auf den Teststreifen aufgetragen und dass Messgerät nur noch im Blickwinkel. Ich hatte auch mit nichts anderem gerechnet, als ein freundliches „HI“ auf dem Display, doch es war ein E9 glaube ich. Ich habe es aber zuerst nicht richtig erkannt, die 15 Einheiten also intus, stellte sich ein paar Minuten später heraus, dass sich mein Wert bei 153mg/dl befand und dieses Zeichen für einen Batteriewechsel erschien. Einen kleinen Moment geriet ich in Panik, anschließend futterte ich 15 KE’s gegen meine Unterzuckerung an, der niedrigste Wert war dabei nur um die 70mg/dl, aber die andauernde Zeit, hat mich wahnsinnig gemacht. Man isst und isst – und es tut sich nichts außer das halten, warten und warten. Ich glaube das war meine erste, subjektiv empfundene, schlimmste Unterzuckerung.

So und damit kommen wir zum Ende, ich habe nun versucht ungefähr die selben „Das erste Mal – Thematiken“ wie Lea zu bearbeiten, aber leider liegt meine Diagnose nun schon etwas länger zurück, sodass ich es etwas anders dargestellt habe. Ich hoffe noch ein paar andere Blogger schließen sich der Blogparade an, sodass ich folgend noch ein paar mehr Links einfügen kann.
Liebste Grüße, eure Saskia

Weitere Beiträge aus der Blogparade

Lea von Insulea | Alana von Against the Hurricane | Steffi von Pep me up | Lisa von Lisabetes | Beate von Beate putzt | Sarah von Dia-Beat-This | Mel von mein Diabetes und ich | Katharina von Nerven aus Zuckerwatte

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