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Diabetes Typ you – Tag

Jetzt geht es hier los. Marcel von Ishinne-Diabetes.de und ich haben da so eine kleine Idee, die wir gemeinsam mit euch umsetzen wollen. Es geht um einen Diabetes Typ you – Tag, aber was ist das? Jeder hat einfach seinen persönlichen Diabetes, seine eigenen Eigenschaften und Angewohnheiten, Vorlieben und Wünsche. Warum nicht alles mal zusammenfassen, kommentieren und zum Austausch anregen?

Wir haben uns folgend 11 zuckersüße Fragen überlegt, die kurz und knapp oder etwas ausführlicher, wie man mag, beantwortet werden können und vielleicht finden wir sogar Diabetes Typ Twins? Taggen bedeutet ja immer einen Nächsten zu nominieren, aber prinzipiell machen wir das nur mit dem Hintergrund den Diabetes Typ you –  Tag ans Laufen zu bekommen. Also es darf jeder mitmachen der Lust darauf hat. Du hast keinen Blog und möchtest trotzdem mitmachen? Dann klick einfach hier und reiche einen Gastbeitrag ein oder du fühlst dich in meiner Rosa-Diafeelings-Welt wohl? Dann schreib mir einfach eine Mail, ich veröffentliche auch gerne deinen Tag. Ziel dabei? Davon ab, dass sich jeder mit seinem eigenen Diabetes auseinandersetzt, sich reflektiert und vielleicht sogar Angewohnheiten bewusst werden, die man vorher gar nicht wahr genommen hat, können wir zum Austausch anregen, kommentieren und Spaß haben :) Mir als Bloggerin kommen gerade die Worte „Bloggers need to collaborate“ in den Sinn, die schon verschiedene Blogger mit Beiträgen oder Fotos zum Ausdruck gebracht haben und hey lasst uns starten.

#1 Wie alt bist du und wie lange hast du schon Diabetes?

Ich bin 21 Jahre alt und seit dem 31.07.2007 mit meinem honigsüßen Durchfluss vertraut.

#2 Penste noch oder pumpste schon?

Ich bin eine Pen’nerin und die werde ich voraussichtlich auch erst mal bleiben. Ich hab mich nun schon auf das Freestyle Libre eingelassen, noch ein Gegenstand den ich 24/7 am Körper trage und der mir sagt „Hey, du bist chronisch krank“, den brauche ich (noch) nicht.

#3 Was war dein schönstes Diabetes-Erlebnis und wie beschreibt sich deine schlimmste Erinnerung?

Mein schönstes Erlebnis? Vielleicht, dass ich mittlerweile das Freestyle Libre trage, oder die Momente wo ich von meinen tollen HbA1c-Werten erfahren habe, oder dass ich mich getraut habe einen Diabetesblog zu erstellen, oder vielleicht meine neuen Diabeteskontankte, die dadurch entstehen? Nein, an der Stelle möchte ich sagen, dass ich froh bin heute zu sein wer ich bin und dass ich nicht an diesem Punkt in meinem Leben wäre, wenn ich damals nicht die Diagnose Diabetes bekommen hätte. Ganz oberflächlich gesehen, wünschen wir uns alle den Diabetes loszuwerden, aber wenn man sich doch mit dem Gedanken etwas tiefgründiger auseinandersetzt, kann man vielleicht nachvollziehen, warum genau das mein schönstes Diabetes-Erlebnis ist.

Und meine schlimmste Erinnerung? Findet sich in den Tagen meines Lebens wieder, an die ich keine Erinnerung mehr habe. 3 Tage lag ich im Koma auf der Intensivstation wegen einer Ketoazidose, wo anfangs noch nicht fest stand, ob ich diesen Zustand überleben werde. Ich kann mich an die Stunden davor erinnern, an die Ungewissheit und an die Angst. Letztendlich weiß ich noch ganz genau wie es sich anfühlt, wenn man keine Luft mehr bekommt… Über diese Erfahrung habe ich noch nie auf meinem Blog geschrieben.

Und meine Spritzstellen. Ich würde mich freuen, wenn es eine schlimme Erinnerung wäre, aber das ist die schlimme Realität, die sich in meinen Verhärtungen am Bauch widerspiegelt. That’s life.

#4 Misst du oder scannst du?

Ich scanne lieber seitdem ich mein Libre trage :)

#5 Dein liebster Hypohelfer?

Ist und bleibt das Traubenzucker und am liebsten in der neuen Geschmacksrichtung Johannesbeere, aber gegen Gummibären weigere ich mich auch nicht.

#6 Tagebuch schreiben, in einer App dokumentieren oder „Fuck off“?

Erwischt! Letzteres ist momentan sehr zutreffend auf mich. Mein Libre dokumentiert zwar ein wenig, aber KE’s und Insulin tragen sich nicht von selbst ein und auch meine verschiedenen Tagebuch-Apps sehen zur Zeit sehr mager aus.

#7  Familie nervend oder helfend?

Definitiv helfend! Ich bin für meine Typ F’s echt dankbar und jede Art von Unterstützung ist Gold wert.

#8 Warum bloggst du oder liest Diabetes-Blogs?

Weil es mir in erster Linie hilft, mit mir selbst und meiner Akzeptanz gegenüber dem Diabetes umzugehen. Für mich ist das Bloggen und Lesen anderer Blogs ein Erfahrungsaustausch, Kontakt, Zwischenmenschliches und auch wenn manchmal nur passiv, ich kann nur Positives mit dem Bloggen in Verbindung bringen und warum etwas aufgeben, was mir so viel Spaß macht?

#9 Diabetes als Sportbremse? Oder wie vereinigst du die beiden Dinge?

Tolle Frage zur Weihnachtszeit! Ich bevorzuge gebrannte Mandeln oder Weihnachtsschokolade, aber Sport? Also gut, ich muss zugeben momentan bin ich der totale Sportmuffel, aber wenn bin ich gerne im Fitnessstudio und nein, der Diabetes bremst mich nicht. Manchmal fordert er ein wenig Aufmerksamkeit, fühlt sich vielleicht vernachlässigt, bekommt dann ein paar Streicheleinheiten und lässt mich dafür meinen Sport weiter machen.

#10 Wie offensiv gehst du mit deinem Diabetes um?

Eigentlich dachte ich immer sehr offensiv, aber irgendwie auch nicht. Also ich messe und spritze überall, verstecken tue ich mich nicht, jedoch rede ich herzlich wenig. Wenn ich zum Beispiel gefragt werde, wie es mir geht und ich gerade einen schlechten Wert habe und am liebsten sagen würde:“Schei…“, sag ich dann doch lieber nur das, was man hören will. Ich verschweige auch gerne Unterzuckerungen, sodass Niemand auf der Arbeit etwas mit bekommt, obwohl ich mich doch lieber mal 5 Minuten hinsetzen würde. Ich hab dann einfach Angst ganz leicht abgestempelt zu werden. „Saskia und ihr Diabetes brauchen immer Extravorzüge“. Ich weiß nicht. Wie macht ihr das? Welches Verständnis wird euch entgegen gebracht?

#11 Wenn du einen Wunsch frei hättest…

31.07.2021 „Liebes Tagebuch weißt du noch damals, als ich Diabetikerin war?“

Diese Zeilen zu schreiben… Das wäre schon schön! Aber das bedeutet nicht, dass ich mir wünschte nie Diabetes bekommen zu haben, sondern nur das ich irgendwo den Wunsch habe, dass es eventuell irgendwann eine Heilung gibt. Und wer möchte nicht auch an dieser Hoffnung festhalten?

So, abschließend möchte ich Lisa taggen, die den Diabetesblog: Lisabetes schreibt und Jasmin, eine Diabetikerin, die keinen eigenen Blog hat – wird das vielleicht unser erster Gastbeitrag? Liebste Grüße und ich hoffe, es machen viele mit :)

Weitere Beiträge vom Diabetes Typ you – Tag

Marie’s Gastbeitrag bei Ishinne-Diabetes.de | Lisa auf ihrem Blog Lisabetes.de | Sascha von Sugartweaks.de | Annika auf ihrem Blog Die Welt-mit Diabetes | Caro von Tame the Monster! | Sarah auf ihrem Blog Dia-Beat-This.de | Jasmin als Gastautorin auf meinem Blog | Isa auf ihrem Blog T1D & Happy | Steffi von Pep me up.org | Kim’s Gastbeitrag bei Ishinne-Diabetes.de | Ilka von mein-diabetes-blog.com | Tine auf ihrem Blog I can eat everything | Matthias auf seinem Typ1liveblog

2 Comments

2 Comments

  • Marie-Kristin

    Schöne Idee, da versuche ich doch mal, mitzumachen. ;)

  • Lisa

    Eine tolle Idee und danke fürs taggen :))

    Ich rede auch kaum über meinen Diabetes und habe das bei der Arbeit auch immer genau so gemacht wie du. Hat es was mit Akzeptanz zutun? Ich weiß es nicht. Manchmal will man einfach nur normal erscheinen…

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